Biomechanik und Neuroathletik
Quellen und weiterführende Literatur
„Biomechanik und Neuroathletik – Zwei Körper, eine Bewegung“ verbindet meine Erfahrung aus über 30 Jahren als Ausbilder und Bewegungstrainer mit Wissen aus Biomechanik und Hirnforschung. Zu einigen Aussagen des Hörbuchs findest du hier Literatur zum Weiterlesen, nach Kapiteln geordnet. Zu jeder Quelle steht in einem Satz, was darin tatsächlich untersucht wurde.
Kapitel 2 – Das Gehirn reitet mit, was Neuroathletik bedeutet
Xenophon (um 350 v. Chr.). Über die Reitkunst. Englische Übersetzung von H. G. Dakyns: On Horsemanship, Project Gutenberg. gutenberg.org
Eine der ältesten erhaltenen Reitlehren. Xenophon rät darin unter anderem, einem Pferd nie im Zorn zu begegnen und es mit Ruhe statt mit Gewalt auszubilden.
Kapitel 10 – Zwei Körper, ein Rhythmus, der Bewegungsdialog
Lagarde, J., Peham, C., Licka, T. & Kelso, J. A. S. (2005). Coordination dynamics of the horse–rider system. Journal of Motor Behavior, 37(6), 418–424. doi:10.3200/JMBR.37.6.418-424
Verglich im Trab die Bewegungen eines erfahrenen und eines unerfahrenen Reiters mit denen des Pferdes: Der erfahrene blieb durchgehend im Takt, der Anfänger wich immer wieder ab. Untersucht wurden nur diese zwei Reiter.
Münz, A., Eckardt, F. & Witte, K. (2014). Horse–rider interaction in dressage riding. Human Movement Science, 33, 227–237. doi:10.1016/j.humov.2013.09.003
Zwanzig Profis und Anfänger ritten mit Bewegungssensoren an Becken und Pferd in Schritt, Trab und Galopp. Die Profis hielten ihr Becken mittiger, und das Zusammenspiel mit dem Pferd unterschied sich zwischen beiden Gruppen.
Kapitel 13 – Spannung überträgt sich, wie Gefühle in die Bewegung fließen
Keeling, L. J., Jonare, L. & Lanneborn, L. (2009). Investigating horse–human interactions: the effect of a nervous human. The Veterinary Journal, 181(1), 70–71. doi:10.1016/j.tvjl.2009.03.013
Menschen, die ein Pferd führten oder ritten, wurde angekündigt, dass gleich ein Regenschirm aufgespannt wird. Ihre Herzfrequenz stieg – und auch die der Pferde, obwohl der Schirm nie geöffnet wurde.
Kapitel 17 – Neue Bewegungen verankern, wie dein Körper umlernt
Draganski, B., Gaser, C., Busch, V., Schuierer, G. u. a. (2004). Changes in grey matter induced by training. Nature, 427, 311–312. doi:10.1038/427311a
Erwachsene lernten drei Monate lang Jonglieren. Danach war in Hirnbereichen, die Bewegung verarbeiten, mehr graue Substanz zu sehen. Nach drei Monaten ohne Üben ging der Zuwachs wieder zurück.
Hétu, S., Grégoire, M., Saimpont, A., Coll, M.-P. u. a. (2013). The neural network of motor imagery: An ALE meta-analysis. Neuroscience & Biobehavioral Reviews, 37(5), 930–949. doi:10.1016/j.neubiorev.2013.03.017
Fasst 75 Bildgebungsstudien zusammen: Wer sich eine Bewegung vorstellt, nutzt ein Netzwerk im Gehirn, zu dem mehrere Bereiche gehören, die auch beim tatsächlichen Bewegen arbeiten.
Driskell, J. E., Copper, C. & Moran, A. (1994). Does mental practice enhance performance? Journal of Applied Psychology, 79(4), 481–492. doi:10.1037/0021-9010.79.4.481
Fasst viele Studien zum mentalen Training zusammen: Es verbessert die Leistung messbar, wirkt aber je nach Aufgabe, Dauer des Übens und Abstand bis zum Ernstfall unterschiedlich stark.
Ergänzungen
Diese Liste wird ergänzt. Wenn du zu einem Thema aus dem Hörbuch eine Quelle suchst, schreib mir an heinzbusen@klangkommandos.de.
Stand: November 2026